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Eine Aktion von vielen:

23.05.2026 - Workshop „Argumentieren gegen rechte und diskriminierende Parolen“

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Zuhören, nachfragen, Haltung zeigen!

Zeitgleich zu dem von Bundespräsident Steinmeier initiierten Ehrentag zum 77. Jahrestag des Grundgesetzes fand am 23. Mai 2026 der Workshop „Argumentieren gegen rechte und diskriminierende Parolen“ statt.

Nach einer fundierten Eröffnungsrede von Martha Cremer-Bach versammelten sich 16 interessierte Teilnehmende im kleinen Saal des Bürgerhauses in Rodheim – weitere Personen mussten leider kurzfristig absagen.

Geleitet wurde das Seminar von zwei Stammtischkämpferinnen des Bündnisses „ Aufstehen gegen Rassismus“.

Der Fokus lag darauf, konkret umsetzbare Reaktionsmöglichkeiten gegen rassistische Hetze und diskriminierende Sprüche im Alltag zu entwickeln.

Ziel war es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Strategien an die Hand zu geben, um auf solche Äußerungen nicht sprachlos zu reagieren, sondern ihnen spontan und wirksam entgegenzutreten.

Brainstorming:
Gemeinsam wurde erarbeitet, wie hohle Phrasen, die sich zunehmend durch viele Schichten unserer Gesellschaft fräsen, aufgedeckt und entkräftet werden können.

Da abwertende Sprüche meist völlig unerwartet im Beruf, beim Sport oder im privaten Umfeld auftauchen, ist man oft so perplex, dass einem die passende Antwort erst zu spät einfällt.

Hier zählt die richtige Reaktion – und die will eingeübt sein.

Der vierstündige Workshop bot dafür einen geschützten Rahmen.

Bei der Übung „Rechten Parolen Paroli bieten“ bildeten die Anwesenden zwei Kreise mit sich gegenüberstehenden Personen.

Während die eine Seite rechte Behauptungen einwarf, setzte die andere das gelernte Nachfragen für einen direkten Faktencheck um. Beispielsweise: „Woher weißt du das?“, „Wo hast du das gelesen?“ oder „Kennst du jemanden, dem das tatsächlich widerfahren ist?“.

Dabei zeigte sich: Wer die Rolle des Hetzenden übernehmen musste, brauchte viel Überwindung und Fantasie, um sich in diese krude Argumentationsebene zu begeben.

Nach einem intensiven Erfahrungsaustausch gingen die Teilnehmenden gewappnet und motiviert nach Hause – ausgestattet mit umfangreichem Informationsmaterial, praktischem Handwerkszeug und dem Mut, im Alltag aktiv Kante zu zeigen.

Gefördert wurde die Veranstaltung vom Netzwerk „ Zusammen für Demokratie“ und von der Gemeinde Biebertal.

Infomaterial:

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